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PHAL-Physiotherapie-Projekt 1984 - 1989
(PHAL = Private Health Association of Lesotho = Organisation der Missionsspitäler) Von Wolfgang Fasser Freunde von Lesotho Bulletin Nr. 28, November 1989 |
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Seit Jahren arbeiteten Ärztefrauen, die physiotherapeutische Kenntnisse hatten, in ver-schiedenen Privatspitälern. Die dadurch erhaltenen Impulse und Erfahrungen kristallisierten sich 1984 zu einem koordinierten Physiotherapie-Projekt. Frau Els Voskens, diplomierte Physiotherapeutin aus Holland, welche ihren Mann ans St. James Spital in Mantsonyane begleitete, übernahm die herausfordernde Aufgabe. Wäh-rend dreier Jahre besuchte sie regelmässig die Spitäler von Roma, Morija, Semongkong und lehrte die Krankenschwestern die Grundlagen und Routine-Tätigkeiten der Physiotherapie. Gemeinsam behandelten sie Patienten und lernten Fachbücher zu benützen.
1986 trafen sich die acht Physiotherapie-Assistentinnen zu einem einwöchigen Weiterbildungskurs. Im darauffolgenden Herbst übernahm ich Frau Voskens Arbeit und Dank der Unterstützung einzelner Spitäler, sowie PHAL und SolidarMed, konnte ich weitere sechzehn mehrtägige Supervisionsbesuche abstatten. Diese Reisen waren für mich und meinen Hund Quasco stets ein eindrückliches Erlebnis. Meist einen gan-zen Tag verbrachten wir im „gutbesetzten Bus" und holperten unserem Ziel entgegen. Die Spitäler lernte ich so gut kennen und bekam einen Einblick in deren Arbeit. Wieder aufgenommen wurden die physiotherapeutischen Aktivitäten in Seboche, unterbrochen sind sie wegen Aerzte- und Patientenmangels in Semongkong und Roma. 1989 verfügen fünf der acht Missionsspitäler und acht der neun Regierungsspitäler über eine Physiotherapie-Abteilung. Der zweite Physiotherapie-Workshop in Mantsonyane war ein Höhepunkt dieses Projektes. Zu unserer grossen Überraschung fanden sich achtzehn Physiotherapie-Assistentinnen aus vierzehn Spitälern des Landes ein. Die fünf diplomierten Physiotherapeutinnen, die sich zurzeit in Lesotho befinden, halfen mir beim Unterrichten. Die offiziellen Gäste von der Regierung und PHAL waren sehr beeindruckt und versprachen mir Unterstützung. Ein weiterer Kurs wird noch dieses Jahr stattfinden. Wie sieht die Zukunft aus? Das Supervisionsprojekt läuft Ende Jahr aus, weitere mögliche Supervisionen werden der Initiative der einzelnen Spitäler überlassen. Weitere einwöchige Fortbildungskurse sind geplant, das Paray-Spital offeriert „Jobbing-in" zur Weiterbildung der Physiotherapie-Assistentinnen. Zurzeit liegt das Hauptinteresse von PHAL in der Gründung einer nationalen Physiotherapie-Assistentinnen-Schu-le. Dieses erneut diskutierte Regierungsprojekt wird geprüft und soll 1990 beginnen. Obwohl mehrfach besprochen und verschoben, wäre es doch eine gute Lösung für das Gesundheitswesen von Lesotho.
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